SPD – Haar

Geschichte

München

12.07.1905
Heil- und Pflegeanstalt Eglfing
Eröffnung der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing mit 1.350 Betten. Die Heil- und Pflegeanstalt löst die völlig überfüllte bisherige Oberbayerische Kreisirrenanstalt in München-Giesing ab. Mit dem aus München übernommenen Pflegepersonal kommt sozialdemokratisches Gedankengut in die damalige Gemeinde Salmdorf, die bisher noch weitgehend ländlich geprägt war.
Eglfing, München, Giesing, Salmdorf
1914
Konsumverein Sendling-München

Eröffnung des der SPD nahestehenden Konsumvereins Sendling-München in einem der "Pflegerhäuser" in der heutigen Bahnhofstraße 4.

Sendling, München
07.11.1918
Novemberrevolution

Friedenskundgebung in München mit anschließendem Marsch in die Kasernen, angeführt von Kurt Eisner und Ludwig Gandorfer (beide USPD). Das Militär leistet kaum Widerstand und schließt sich den Aufständischen an. König Ludwig III. flieht zunächst nach Schloß Wildenwart und schließlich nach Anif bei Salzburg.

München, Wildenwart, Anif, Salzburg
21.05.1933
Gleichschaltung der Verbrauchergenossenschaften

Überführung aller Verbrauchergenossenschaften in das "Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront". In der Folge wird der Konsumverein Sendling-München aufgelöst.

Sendling, München
1968
Gründung einer Juso-Ortsgruppe Haar

Gründung einer Jungsozialisten- (Juso-) Ortsgruppe in Haar, für die der Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel die Patenschaft übernimmt. Erster Juso-Vorsitzender ist Rüdiger Becker.

München
April 1985
Haar Genau 1985

In einer Auflage von 6.500 Stück erscheint eine neue Ausgabe von Haar Genau. Verantwortliche Redakteurin ist Juliane Dworzak. Wichtige Themen sind die Bedrohung des Haarer Ortscharakters durch die Ausbauplanungen im Osten Münchens und der neugewählte Vorstand des Haarer SPD-Ortsvereins.

München
12.06.1989
Schreiben an die Bundesbauministerin

In einem Schreiben an die Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Gerda Hasselfeldt plädiert Bürgermeister Hans Wehrberger für die Beibehaltung der zinsverbilligten Bundesdarlehen für die regionalen Bauprogramme, für die Verlängerung der Miet- und Preisbindung im Sozialwohnungsbau sowie ein Umwandlungsverbot und für eine stärkere Erweiterung des Wohngeldes. Nur auf diese Weise könne das Wohnen in der Region München auch bezahlbar bleiben.

München
23.09.2016
Tod Max Mannheimers

In München verstirbt der Kaufmann und KZ-Überlebende Max Mannheimer im Alter von 96 Jahren. Mannheimer wurde als Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Neutitschein (Novy Jicín) in der Tschechoslowakei geboren. Zusammen mit seinem Bruder Ernst überlebte er das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo seine Frau und seine übrige Familie ermordet wurden, und die Konzentrationslager Warschau und Dachau. Seit 1946 lebte er in München und später in Haar. Seit 1990 war er Präsident der Lagergemeinschaft Dachau und seit 1995 Vizepräsident des Internationalen Dachau-Komitees. Mannheimer fungierte als herausragender Zeitzeuge des Holocaust und engagierte sich bis zu seinem Tod für die Aufklärung über die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus.

München, Auschwitz-Birkenau, Warschau, Dachau, Neutitschein (Novy Jicín)