An der Gemeinderatswahl 2020, die unter den Einschränkungen der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie mit Maskenpflicht und Abstandsregelungen durchgeführt werden, beteiligen sich in Haar 8.595 (54,3 %) wahlberechtigte Personen. Mit 74.929 (31,5 %) Stimmen fällt die SPD vor der CSU mit 102.042 (42,9 %) Stimmen auf den zweiten Platz zurück und erhält nur noch 10 der 30 Gemeinderatssitze. Gewählt werden: Katharina Dworzak, Ingrid Fäth, Thomas Fäth, Manuela Fürnrieder, Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, Barbara Lösch, Gabriele Müller, Peter Schießl, Traudl Vater, Dr. Alexander Zill. Bei der Bürgermeisterwahl erhält keine der kandidierenden Personen die absolute Mehrheit der Stimmen. Es kommt daher zu einer Stichwahl zwischen Gabriele Müller und Dr. Andreas Bukowski von der CSU.
Bei einer Wahlbeteiligung von 63,7 % erhält Gabriele Müller bei der Stichwahl zur Bürgermeisterwahl 48,5 % der abgegebenen Stimmen und der CSU-Kandidat Dr. Andreas Bukowski 51,5 %. Damit verliert die SPD nach vielen Jahrzenhnten das wichtigste Gemeindeamt, und die CSU kann erstmals den 1. Bürgermeister in Haar stellen.
In einer chaotischen und kontrovers beurteilten Sitzung stimmt die Mehrheit im Gemeinderat dafür, den Platz vor dem Bürgerhaus “Haarer Anger” zu benennen. Der von Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski favorisierte Namensvorschlag “Postwiesn” findet keine Mehrheit, da die Wiese zwischen Grundschule und evangelischer Kirche von vielen schon als “Postwiese" bezeichnet wird. Auch die SPD-Position, völlig auf eine Namensgebung zu verzichten, kann sich nicht durchsetzen.
Nadine und Martin Metzger treten aus Verärgerung über den Konfrontationskurs von Peter Paul Gantzer gegenüber Bürgermeister Bukowski aus der SPD-Fraktion aus und begründen die neue Gruppierung "Unabhängige Bürger Haar (UBH)". Die langjährige SPD-Gemeinderätin Barbara Lösch legt aus persönlichen Gründen ihr Mandat nieder. Ihre Nachfolgerin wird die Bewährungshelferin Sarah Schottländer.