Auf der Jahreshauptversammlung verzichtet Ortsvereinsvorsitzender Mark Brassinga aus gesundheitlichen Gründen auf sein Parteiamt. An seiner Stelle werden die Kindertagesstättenleiterin Sabine Getz und der Mitarbeiter in der SPÜD-Landesgeschäftsstelle Raul Würfl, der Enkel der früheren 2. und 3. Bürgermeisterin Gerlinde Würfl, zu gemeinschaftlichen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter bleibt wie bisher Matthias Salvermoser.
Aus beruflichen und privaten Gründen legt Sabine Getz das Amt der Co-Vorsitzenden der Haarer SPD nieder. Raul Würfl führt die Partei alleine weiter. Sein Stellvertreter Peter König bleibt im Amt.
Nach einem vergleichsweise ruhigen Wahlkampf gehen von den 16.391 Stimmberechtigten in Haar 9.340 Personen zur Abstimmung, das ist gegenüber 2020 eine leicht gestiegene Wahlbeteiligung von 57,0 %. Mit 44.363 abgegebenen Stimmen, das entspricht einem Stimmenanteil von 17,1 %, muss die SPD erneut drastische Stimmeneinbußen hinnehmen. Sie ist damit nach der CSU mit 124.140 Stimmen (48,0 %) und den Grünen mit 47.363 Stimmen (18,3 %) nur noch drittstärkste kommunalpolitische Kraft in Haar. Im Stadtrat ist sie nur noch mit fünf Sitzen vertreten. Gewählt sind: Katharina Dworzak, Astrid Hermann, Peter Schießl, Sarah Schottlaender und Raul Würfl. Bei der Bürgermeisterwahl kann sich SPD-Kandidat Peter Schießl mit 1.344 Stimmen (14,4 %) gegen den populären Amtsinhaber Dr. Andreas Bukowski mit 6.053 Stimmen (65,1 %) kaum besser halten. Es gelingt ihm aber zumindest, vor dem Kandidaten der Grünen Dr. Ulrich Leiner mit 1.232 Stimmen (13,2 %) den zweiten Platz zu behaupten.